Zeittafel Zinnowitz

Autorin: Ute Spohler

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Zeittafel zur Entwicklung des Ortes Zinnowitz

 

1309   Am 11. Februar 1309 urkundliche Ersterwähnung von Zinnowitz unter dem

slawischen Namen Tzys in der Schenkungsurkunde des Pommernherzog

Bogislav IV.

 

1496      Der Kirchenrat von Tzys erhält aus der Klosterkasse von Crummin eine

               finanzielle Anleihe für die Reparatur der christlichen Kapelle.

 

           1534      Beginn der Reformation der Katholischen Kirche in Pommern.

      

1535      Die Fischereiverordnung wird in Kraft gesetzt.

 

1563      Das Kloster Crummin wird aufgelöst und geht mit den dazugehörigen

       Klosterdörfern in den Besitz des Herzogs von Pommern-Wolgast über.

      

1610 -1618  Die „Lubinsche Karte“ wird durch des Rostocker Universitäts-

professors Eilhardt Lübben erstellt, sie gilt als die erste Landesaufnahme des Herzogtums Pommern.

 

1618      Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. Pommern wird ausgeplündert und    verwüstet. Das Land ist verarmt und in hohem Maße entvölkert.

 

          1625      Mit Philipp-Julius stirbt der letzte Herzog der Linie Pommern-Wolgast

 (* 27. Dez. 1584 in Wolgast; † 6. Februar 1625 in Wolgast).

       Er hinterlässt keine Erben. Damit fällt Wolgast an das Herzogtum   Pommern-Stettin.

 

1627      Wallenstein, Feldherr der kaiserlichen Truppen, lässt die Peenemünder        Schanze errichten. Sie dient als Festungswerk gegen Angriffe von der Seeseite.

       Tzys sowie die gesamte Insel werde in den Folgejahren von  durchziehenden Truppen, insbesondere von den kaiserlichen, geplündert und gebrandschatzt. Dabei ist Tzys durch seine Lage an der alten Heerstraße von Vor- nach Hinterpommern besonders betroffen.

 

1628      Landung des dänischen Heeres unter König Christian IV. östlich von Tzys am Dänengrund.

      

1630      Am 25. Juni landet das schwedische Heer unter König Gustav II. Adolf am Peenmünder Haken und greift in den Dreißigjährigen Krieg ein.

       Die Schweden besetzen Wolgast. Ihr Siegeszug führt über die Heerstraße     zur Swine. Sie werden als Retter des Protestantismus gefeiert.

      

1632      Gustav II. Adolf fällt am 16.Nov.1632 in der Schlacht bei Lützen.

Seine Leiche wird auf der Reise in die Heimat im Wolgaster Schloss aufgebahrt,  am 16. Juli 1633 am Dreilindengrund in Wolgast eingeschifft und nach Schweden gebracht.

 

1637      Erneute Plünderung der Insel durch kaiserliche Truppen.

Mit Bogislav XIV. stirbt der letzte Pommernherzog (* 31.März 1580 in Barth; † 10. März 1637 in Stettin).

 

1648      Ende des Dreißigjährigen Krieges.

               Im „Westfälischen Frieden“ wird Mittel- und Vorpommern dem      Königreich Schweden zugesprochen.

               Der alte slawische Name „Tzys“ wird in „Zitz“ umgewandelt.

 

1675-1679 Der Krieg des deutschen Reiches gegen Frankreich berührt die Insel

Usedom, als die Schweden die von den Brandenburgern besetzte Peene-münder Schanze stürmen.

       Zitz erlebt erneut durchziehende Truppen auf der Heeresstraße und muss    Kontributionen erdulden.

       Trotz der siegreichen Feldzüge des Großen Kurfürsten wird er vom               deutschen Kaiser gezwungen, die Ergebnisse des Westfälischen Friedens              zu sanktionieren. Damit bleibt Vorpommern schwedisch!

 

1692-1693 Im ganzen Königreich Schweden finden Landesvermessungen statt, deren Ergebnisse in Matrikeln zusammengefasst werden. Auch Zitz wird vermessen.

 

1700 -   1721 Großer Nordischer Krieg.

       Schweden führt Krieg gegen das Bündnis Dänemark- Polen- Sachsen-          Russland. Preußen tritt dem Bündnis 1713 bei. Beschränkt sich aber auf die           Verteidigung seines Territoriums. (Unter König Friedrich Wilhelm I.)

 

1705   Zitz hat 4 Halbbauern, die gleichzeitig Fischer sind. Die besitzen jedoch wieder einen guten Viehbestand und können ihre Felder mit eigenem Zugvieh bearbeiten. Ihre Namen: Hans Krohn, Hans Scheele, Jochen Steffen und Hans Ising.

 

1710      Die Insel wird von der Pest heimgesucht.

 

1711      Mit der Haffordnung kommt es zur Regelung wichtiger Fragen         des         Fischfanges.

 

1720      Die Insel Usedom wird preußisch.

       Mit dem „Frieden von Stockholm“ ist eine weitere wesentliche Etappe zur Beendigung des Großen Nordischen Krieges vollendet. Der Preußenkönig          Friedrich Wilhelm I. erwirbt Mittelpommern mit Stettin und der Insel          Usedom bis zum Peenestrom für 2 Millionen Taler.

 

1721      Das wesentlich straffere preußische Regime bringt den Bauern auch             Nachteile durch die wieder eingeführten Frontage. So müssen auch die               Zitzer Bauern in der Regel 3 bis 4 unentgeltliche Frontage wöchentlich auf   der Domäne Crummin leisten.

 

1740   Nach dem Tode Friedrich Wilhelm I. (* 14. Aug.1688 in Berlin; † 31. Mai 1740 in Potsdam) übernimmt sein Sohn, Friedrich II., die Regierungs-geschäfte. Er widmet sich mit Umsicht und großer Tatkraft einer Neuordnung und Umgestaltung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse.

       Die 5 alteingesessenen Bauern werden auf sogenannte „wüste Höfe“ (wie   z.B. Bannemin oder im Bereich Mahlzow) umgesetzt. In Zitz beginnt in der Folgezeit die Umgestaltung zu einer Preußischen Domäne.

 

 1749      8 Kolonisten werden mit ihren Familien in Zitz angesiedelt. Sie kommen aus                      Schweden, Neuvorpommern und Mecklenburg. In Zitz erhalten sie in neu erbauten Häusern eine dauerhafte Sesshaftigkeit. Sie gelten als Halbbauern und betreiben Fischfang. Die Kolonisten kommen gern nach Preußen wegen zahlreicher Vergünstigungen. Dazu gehören: Befreiung vom Frondienst, Militärdienst, Einquartierung und Zöllen bis ins dritte Glied sowie Steuervergünstigungen und freier Bezug von Bauholz.

 

1751      Die Neugestaltung der königlichen Domäne ist abgeschlossen. Sie erhält auf             Beschluss der Verwaltung der „Königlich-Preußischen Kriegs- und           Domänenkammer“ Stettin den Namen „Zinnowitz“.

            Der Domänengutshof mit dem Herrenhaus (ältestes Haus in Zinnowitz, Neuendorfer Weg 23) ist errichtet.

 

1757      Die Peenmünder Schanze ist Ort mehrfacher Kämpfe zwischen preußischen              und schwedischen Truppen. Die Einwohner der umliegenden Dörfer werden      davon betroffen.

 

1758      Die zwischenzeitlich siegreichen Schweden lassen einen Teil der Forsten    von Zinnowitz und Pudagla abholzen.

 

1759      Nach der Eroberung der Peenemünder Schanze durch die Preußen lässt man              sie schleifen.

 

1762   In diesem Jahre wird zuerst ein Schulhalter M e y e r in Zinnowitz erwähnt.

Das erste Schulhaus wird auf dem Grund und Boden der ehemaligen Marienkapelle Swinemünder Chaussee 2 errichtet.

 

1779      die Holländerei hat 1430 Morgen und 164 Ruthen, die Frondienste               verrichten 6 Bauern aus Ückeritz und 3 Bauern aus Koserow, außerdem die       Zinnowitzer Kolonisten pro Woche einen Tag.

           

1806 -   1807 Preußisch- französischer Krieg

       Im Frieden von Tilsit verliert Preußen mehr als die Hälfte seiner Gebiete an               Frankreich.

 

1807   Marschall Gebhard Leberecht von Blücher zieht im Mai 1807 durch Zinnowitz, um sich in Stralsund mit den Schweden zu vereinigen. Nach dem Frieden von Tilsit mußte er zurückgehen und berührt am 24. Juli Zinnowitz zum 2. Male.

           

1810      Die Verarmung Preußens zwingt zum Verkauf von Eigentum der Krone an Privatpersonen. So werden auf der Insel Usedom die königlichen Domänen     Morgenitz, Katschow, Loddin und Zinnowitz zum Kauf angeboten.

 

1811      Der Swinemünder Reeder Friedrich Wilhelm Krause bewirbt sich um den    Kauf der Domäne Zinnowitz. Er bietet 14300 Taler als Kaufsumme.

 

1812      Am 7.August erwirbt F.W. Krause die Domäne Zinnowitz mit 1784               Morgen landwirtschaftlicher Nutzfläche. Als Folge des Kursverfalls der      preußischen Staatsschuldobligationen ergibt sich eine Kaufsumme von nur          7000 Talern.

 

1813      Beginn des Befreiungskrieges von der napoleonischen Unterdrückung. Die                Insel Usedom wird davon nicht berührt.

 

1815      Niederlage Napoleons, die französischen Truppen ziehen ab.

               Wiener Kongress. Schwedisch-Pommern fällt an Preußen.

 

1816      Der Fürst Malte Wilhelm von Putbus eröffnet in Lauterbach bei Putbus        (Rügen) das Friedrich-Wilhelm-Bad. Die ersten Badekarren kommen zum          Einsatz.

 

1818   Die Nachkommen F.W. Krauses verkaufen das Zinnowitzer Gut an 29 Bauern. Diese müssen 12000 Taler sofort bezahlen. 6000 Taler werden als Hypothek eingetragen.

 

1819      Swinemünde wird Kreisstadt des Kreises Usedom-Wollin

 

1821   Errichtung des ersten Schulgebäudes. Dieses Schulhaus befand sich auf dem Grundstück des Klempnermeisters Gutsch, Alte Strandstraße.

 

1830   Am 4. April herrschte eine Sturmflut, bei der das Wasser eine Verbindung von der Störlanke zur Ostsee geschaffen hat.

 

1831      Errichtung des Forsthauses in Zinnowitz.

 

1845      Bau des Schulgebäudes in der Alten Strandstraße.

 

1847      Zinnowitz erhält einen eigenen Friedhof.

 

1848      Bürgerlich–demokratische Revolution in Deutschland.

               Die gemeinsame Bewirtschaftung des Gutes Zinnowitz durch 32     Eigentümer führt zu ständigen Konflikten. Deshalb wird diese    Eigentumsform nach gerichtlicher Bestätigung aufgehoben. Es entstehen

       32 selbständige bäuerliche Betriebe.

      

1850    Mit dem „Wigwam“ entsteht die erste Gaststätte in Zinnowitz.

 

1851      Am 26. Juni erhält Zinnowitz als dritter Ort auf Usedom den Badekonsens.

 

1859      Am 3. März wird ein „Bäderreglement“ erlassen. Eine Badedirektion wird gebildet, die alle Aufgaben und Angelegenheiten des Badewesens zu regeln               hat.

 

1860    In Strandnähe im Bereich des heutigen „Preußenhof“, wird das „Haus für warme Bäder“ errichtet. Es ist eine Art Kurmittelhaus, in dem Reinigungsbäder und andere Dienstleistungen angeboten werden.

 

1863      Am 1. November 1863 Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Stralsund über               Züssow nach Wolgast, die Weiterfahrt ist nur mit der Kutsche und Fähre bis        Zinnowitz möglich.

 

1864   Die ersten Badehütten werden am Strand aufgestellt.

               Deutsch-Dänischer Krieg um die Befreiung Schleswig-Holsteins.

       Die Reste der Peenemünder Schanze werden zu einer befestigten Stellung   ausgebaut und von der Preußischen Armee besetzt.

        

 

1866      Preußisch-Österreichischer Krieg um die Hegemonie in Deutschland.

 

1867   Im November 1867 Hochwasser, das bis ins Dorf vordringt.

              

1869   Im Februar 1869 Hochwasser, das Wiesen und Dorf überflutet. Personen-

und Güterverkehr zwischen Bannemin und Zinnowitz teilweise mit Booten.

 

1870   Einjähriger Krieg zwischen Deutschland und Frankreich. Die Provinz Pommern wird in den Kriegszustand versetzt. In Befürchtung einer Truppenanlandung wird auch die Gemeinde Zinnowitz mit der Aufstellung einer Küstenwache beauftragt.

                

1872        Stärkste Sturmflut des Jahrhunderts. Erhebliche Zerstörungen u.a. des          Vorwerkes Damerow und der 1820 erbauten ersten Salzhütten in Koserow.          Das Wasser der Ostsee verbindet sich mit dem des Achterwassers.

              

1874      Erneut schwere Sturmflut.

       Zinnowitz wird Amtsgemeinde des Amtsbezirkes Krummin.

      

1875      „Belvedere“ großes Familienpensionat und Hotel auf dem Glienberg von    Badearzt Dr. Sachse errichtet.

 

1876      Am 15. Mai wird die Eisenbahnstrecke Berlin- Ducherow- Swinemünde      eröffnet. Sie ist von großer Bedeutung für den Anschlussverkehr zu den            Ostseebädern. Die Chaussee von Wolgast nach Zinnowitz ist fertiggestellt.

 

1880      Die Kaiserfahrt ist nach fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt. Der        Schiffsverkehr von Swinemünde nach Stettin ist damit auch für größere            Schiffe gesichert.

Die „Strandhalle“ wird errichtet, später dann erweitert.

              

1881      In Zinnowitz wird die erste Kurtaxe erhoben.

      

1882               Der Bau der Chaussee nach Wolgast wird abgeschlossen.

               Ein Warmbad für Reinigungsbäder und medizinische Gesundheitsbäder      wird eröffnet.

               In diesem Gebäude befindet sich auch das Bürgermeisteramt.

       Die Ortsgruppe der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird in            Zinnowitz gebildet.

 

1883      Die erste Straßenverkehrsordnung tritt in Kraft.

             

 

1885   Stift „Waldesruh“ ist erbaut, es gehört zum Mutterhaus Salem in Stettin und ist für die Erholung verwaister und verlassener Kinder vorgesehen

 

1886      Das neu erbaute Hotel „Wigwam“ entsteht an der Stelle des alten Gasthofes.

Der regelmäßige Schiffsverkehr zwischen Carnin und Zinnowitz trägt zur Verbesserung des Kur- und Badebetriebes bei.

 

1887              Die Chaussee Zinnowitz- Pudagla ist fertiggestellt.

 

1889      Vergleich der Zinnowitzer Fischer mit dem Fiskus, der ihnen das    ausschließliche  Fischereirecht auf der halben Störlanke sichert.

 

1892      neues Warmbad errichtet

 

1894      Am 15. Juli 1894 wird der Grundstein zu hiesiger Kirche gelegt.

 

1895      Das königliche Forstamt Neupudagla veranlasst die Parzellierung des           strandnahen Küstenschutzwaldes und des Dünenbereiches. Die Parzellen,           die bis zu diesem Zeitpunkt Staatseigentum waren, werden zum Verkauf an      Privatpersonen freigegeben. Es setzt eine umfangreiche Bautätigkeit ein.

               Am 16. Juni wird die neu erbaute Kirche in Zinnowitz eingeweiht.

              

1897      Der von der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ mit Sitz               in Bremen 1882 in Zinnowitz gegründeten Seenotrettungsstation stiftet eine    Berliner Frühstücksgesellschaft das Rettungsboot „Aniela“.

 

1900      Schwabes Hotel ist nach 2-jähriger Bauzeit fertiggestellt.

              

1902   Am 14. Februar wird die Freiwillige Feuerwehr aufgestellt.

               Am 4. August 1902 wird das neue Schulhaus eingeweiht.

 

1903      Anlässlich der in Wien stattgefundenen Internationalen Kurorte-    Ausstellung ist der Badedirektion Zinnowitz für die ausgestellten Objekte       von der Generaljury der Ausstellung das Ehrendiplom mit der Berechtigung             zur Führung der großen goldenen Medaille und das Ehrenzeichen der             Ausstellung zuerkannt worden.

               Die neue Tennisanlage mit 2 Spielfeldern wird zur Nutzung freigegeben.

Am 19. April 1903 wird unsere Küste von einer furchtbaren Sturmflut heimgesucht.

 

1904   im Frühjahr wird die Promenade angelegt. Eine schwere Sturmflut zerstört den Deich zwischen Zempin und Koserow am 31.12.1904. Das Vorwerk Damerow wird völlig zerstört. Die Chaussee wird an 2 Stellen zerrissen.

            Das Wasser dringt bis an die neue Promenade in Zinnowitz vor.

              

1905      Die Schriftstellerin Hedwig Courts- Mahler verbringt den Sommer in            Zinnowitz. Ihre Besuche wiederholen sich in den Folgejahren.

 

1907    Das Familienbad mit 20 Kabinen wird eröffnet.

 

1909      Die neue Seebrücke als Landungsbrücke ist fertiggestellt und wird als          „Vineta- Brücke“ eingeweiht. (12. Juli)

       Zinnowitz feiert den 600. Jahrestag seiner urkundlichen Ersterwähnung mit               einem Volksfest.

              

1911  Am 1. Juni Eröffnung der Eisenbahnverbindung von Heringsdorf nach Wolgaster Fähre, damit erhält auch Zinnowitz den langersehnten Eisenbahnanschluss.

1913   „Am 31. Dezember 1913 wütete eine furchtbare Sturmflut an unserer Ostseeküste.

               Ein Stein in der Alten Strandstraße markiert den Wasserstand dieser Flut.

 

1913   Das St.-Otto-Heim wird nach Plänen eines Dresdener Architekten fertig gestellt. Betreiber war der Swinemünder St.-Otto-Verein. Dieser Verein schenkte das Haus am 15. April 1915 den Marienschwestern.

             

1914   Ausbruch des 1. Weltkrieges. Der Badebetrieb wird eingeschränkt, jedoch aufrechterhalten. Bei Kriegsende 1918 sind 28 Zinnowitzer Soldaten gefallen.

 

1917      werden 2 Glocken für den 1. Weltkrieg geopfert.

              

1919   5 Wohnhäuser und 3 Scheunen brennen am 14. Mai in Zinnowitz ab.

 

1920      Einflussreiche rechtsextremistisch eingestellte Einwohner bilden den           „Zweckverband zur Freihaltung des Ostseebades für deutschblütige     Kurgäste“.

       Aus Spendenmitteln werden der Heldenhain und das Kriegerdenkmal           errichtet.

               Berta-Louis-Dreyfus-Heim wird im Winter 1920/21 eröffnet

 

1924      Wilhelm Potenberg wird vom Gemeinderat zum neuen Bürgermeister           gewählt.(16.8.24)

 Kronprinz Wilhelm von Preussen besucht Zinnowitz.

               Frau Berta-Louise Dreyfuß besucht Zinnowitz.

 

1925      Das Strandhotel bekommt den Namen „Preußenhof“.

               Am 19. Dezember erhält die Zinnowitzer Kirche ihre wiedergegossenen       Glocken zurück. Sie sollen am 31. Dezember wieder zum ersten Mal läuten.

 

1926   Das Heim der Arbeiterpensionskasse in Zinnowitz wird am 1. Oktober 1926 vom Eisenbahn-Töchterhort käuflich erworben, um 130 Kindern Erholungsunterkunft an der See zu gewähren. (Hotel Belvedere, dann Maria-Heim und später Steinfurth-Heim genannt).

           

1927   Oie-Schwimmen: Den durch die Kurdirektion veranstalteten Schwimm-wettbewerb von der    Insel Oie zum Zinnowitzer Strand (21 km) gewinnt Herr Günther Ritter.

Durch das Wirken des rechtsextremen Zweckverbandes bekommt Zinnowitz die Bezeichnung „Deutsches Ostseebad“.

Auf Werbetafeln und in Prospekten erscheint das Hakenkreuz.

 

1929      An der Uferregion des Achterwassers wird ein durchgehender Schutzdeich                errichtet. Die Arbeiten werden von Arbeitslosen durchgeführt.

              

 

1931      Gründung einer Ortgruppe der SPD. Die Gründungsversammlung fand in     Zempin statt, da kein Zinnowitzer Hotel- bzw. Gaststättenbesitzer einen               Raum zur Verfügung stellte.

                Bei Zecherin in der Nähe von Usedom ist die Straßenbrücke fertig gestellt,               die die Insel mit dem Festland verbindet.

              

1933   Machtübernahme in Deutschland durch die Nazionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP).

               Die 1876 übergebene Drehbrücke bei Karnin, über die die ersten Züge von                Berlin auf die Insel Usedom rollten, wird durch die damals modernste      Hubbrücke Europas abgelöst. (Dezember 1933)

Die Peenebrücke verbindet die Insel Usedom mit der Stadt Wolgast.

Der „Zwickelerlass“ regelt das Badeleben. Das öffentliche Nacktbaden ist untersagt.

 

1934   Am 21. März 1934 Arbeitsdienstlager an der Chaussee gegenüber des  Meiereihofes eingeweiht.

 

1936   Im Frühjahr kauft die Wehrmacht den Peenemünder Haken für  000

Reichsmark. Im August beginnen die Arbeiten zur Errichtung der modernsten Raketenforschungsstätte der Welt.

      

1937      Am 28. Juli 1937 Eröffnung der Bahnstrecke Zinnowitz-Peenemünde

(12,8 km). Die spätere Werkbahn Peenemünde umfasste ein etwa 100 km langes Streckennetz.

 

1938   Zur Abschirmung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde wird eine Sperrzone um Peenemünde errichtet, die bis hinter Zempin und an die Wolgaster Brücke reichte. Bereits im Rahmen der Kriegsvorbereitungen werden Kur- und Badebetrieb eingeschränkt. Die Einrichtungen werden verstärkt zur Kinderlandverschickung und zur Rekonvaleszenz verwundeter Soldaten genutzt, aber auch zur Unterbringung von Mitarbeitern der Heeresversuchsanstalt.

           

1939              Ausbruch des II. Weltkrieg.

Die Freiwillige Feuerwehr wird der Polizei unterstellt.

 

1940   Zuzug durch Angestellte und Arbeiter der Heeresversuchsanstalt Peenemünde.

            Ungewöhnlich kalter Winter mit viel Schnee. Selbst die ältesten Leute können sich an einen solchen Winter nicht erinnern. Vom 23.1.bis zum 6.3. gibt es Kohlenferien. Das Achterwasser ist bis zum April mit einer dicken Eisdecke bedeckt.

            Die Seebrücke wird durch Eisgang stark beschädigt.

           

1941   13.5.-2.9. Kinderlandverschickung, in einigen Hotels des Ortes sind Kinder der 5. und 6.Klassen der Mittelschule Pinneberg, Barmstedt und Helgoland untergebracht. (Haus „Moll“, „Victoria Luise“, „Waldkrone“, „Frauenlob“, „Seestern“, „zur Ostsee“ u.a.)

Kinder der Adolf-Hitler-Schule und der Langelohe-Schule aus Elmshorn befinden sich vom 13.5. bis zum 1.10.1941 in der Villa Meeresblick und im „Parkhotel“.

Sie erhalten während ihres Aufenthaltes Unterricht durch die mitgebrachten Lehrer. Die Jungs haben ihren regelmäßigen HJ-Dienst.

Die Kinder lernten bei vielen Ausflügen die Insel kennen. Sie besuchten auch verwundete Soldaten in den Lazaretten (z.B. im Dreyfuß-Heim)

Seit 1941 traten im Schulleben wichtige Veränderungen ein:

Nach neuen Richtlinien erscheint ein neuer Lehrplan.

Die Klassenbezeichnungen werden geändert: 1. Schulj. = Kl.1 u. /f.

Das Schuljahr schließt fortan mit den Sommerferien, das neue Schuljahr beginnt nach den Sommerferien.

Elektrifizierung des Streckennetzes der Bahn von Zinnowitz nach Peenemünde. Elektrischer Zugbetrieb seit 15.04.1943

 

Das St.-Otto-Heim wird Lazarett.

 

1942        Auflösung aller Privatschulen im Deutschen Reich, also auch in Zinnowitz.

Am 3. Oktober erster erfolgreicher Start einer A4-Rakete in Peenemünde, bei dem sie mit einer Spitzengeschwindigkeit von fast Mach 5 (4824 km/h) eine Gipfelhöhe von 84,5 km erreichte. Deshalb wird Peenemünde als „Wiege der Raumfahrt“ bezeichnet.

1943   In der Nacht vom 17. zum 18. August greifen 565 englische Bombenflugzeuge die Heeresversuchsanstalt Peenemünde an.

Die militärische Operation trägt den Decknamen „Hydra“.

Infolge eines Navigationsfehlers fallen die meisten Bomben auf das Lager

für ausländische und deutsche Zwangsarbeiter in Trassenheide. Bei dem größten der insgesamt 4 Bombenangriffe werden 701 Menschen getötet.

       Der Ort Zinnowitz hat eine Bombenreihe abbekommen (1943 oder erst 1944?).

 

1945      Bombenangriff auf Swinemünde:

    Am 12.März, kurz nach 12 Uhr werfen 671 amerikanische Bomber eine       Bombenlast von 1609 Tonnen auf die Stadt ab.

               Am 29. April zerstört ein Sprengkommando der Deutschen Wehrmacht die                Karniner Brücke.

In der Nacht vom 4. zum 5. Mai verlassen die letzten Soldaten der deutschen Wehrmacht die Insel.

Nach ersten Anlandungen am 3. Mai haben die sowjetischen Truppen die Insel am 5. Mai völlig besetzt. Die            deutsche Wehrmacht hatte in Verbindung mit ihrem Rückzug sämtliche Landbrücken gesprengt, sowie die Eisenbahnbrücke bei Zinnowitz. Die schmalste Stelle der Insel zwischen Zempin und Koserow wird vermint.

 

1945    Vom sowjetischen Ortskommandanten wird der Zinnowitzer

Hans Krabbenhöft am 7.5.45 zum kommissarischen Bürgermeister ernannt.

Typhus-Epidemie.

Sämtliches vorhandenes Brachland in Zinnowitz wurde an ca. 30 Interessenten verteilt um zusätzliche Nahrung für die Bevölkerung zu erzeugen.

Auf Anordnung der Landesregierung erfolgte auch in Zinnowitz die Gründung des Komitees zur gegenseitigen Bauernhilfe.

Am 5. September beginnen die Reparaturarbeiten für die Eisenbahnbrücke.

Ab 1.12.1945 findet wieder Schulunterricht statt.

Kalter Winter, regelmäßiger Unterricht erst ab Mitte April 1946.

Das St.-Otto-Heim wird bis 1947 Desinfektionskrankenhaus.

 

1947      Die ersten Feriengäste kommen wieder nach Zinnowitz. Hotels und               Pensionen nehmen ihren Betrieb wieder auf. Der Gewerkschaftsbund in           der sowjetischen Besatzungszone (FDGB) bildet seinen Feriendienst.

Es werden vertragliche Vereinbarungen zwischen dem Feriendienst und den Hotelbesitzern geschlossen.

 

1948   Währungsreform.

Am 23.10.1948 Brandkatastrophe an der Ahlbecker Chaussee.

6 Wohnhäuser und eine Scheune fallen den Flammen zu Opfer.

 

1949   7.10. Gründung der DDR als zweiter deutscher Staat.

         Im Frühjahr 1949 wird das „Maria-Heim“ in „Erich-Steinfurth-Heim“ umbenannt, es kommen die ersten Kinder nach dem Krieg zur Kur in das Heim.

 

1950      Das Warmbad ist wieder eröffnet.

               Die Wolgaster Peenebrücke ist nach 20-monatiger Bauzeit wieder hergestellt.

               Zinnowitz erhält den Titel „Seebad der Werktätigen“.

               Alle Feuerwehren werden der Deutschen Volkspolizei unterstellt.

               21.4.1950 Gesetz zum Schutz des innerdeutschen Handels wird erlassen

               (Grundlage der Enteignungswelle „Aktion Rose“).

 

1951   Zinnowitz feiert den 100. Geburtstag als Seebad.

 

1952      Verwaltungsreform in der DDR.

Der bisherige Kreis Usedom mit Ahlbeck als Sitz der Kreisverwaltung wird aufgelöst und am 29.7.1952 der Kreis Wolgast gebildet, dazu gehört auch die Insel Usedom.

 

1953    Unter dem Codewort „Aktion Rose“ (Polizeiaktion) werden in der Zeit vom 10.2. bis zum 1.3.1953  711 Hotels, Pensionen und gewerbliche Übernachtungsstätten an der Ostseeküste von der Polizei durchsucht.

Wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen werden 447 Personen in der gesamten DDR festgenommen, 440 Hotels und Pensionen 181 Gaststätten, Wohnhäuser und Grundstücke beschlagnahmt. Die Einrichtungen werden später vielfach in Volkseigentum überführt. Die enteigneten oder beschlagnahmten Objekte werden zum Aufbau des gewerkschaftlichen Feriendienstes genutzt.

In Zinnowitz sind 35 Hotels und Pensionen sowie 13 weitere wirtschaftliche Betriebe von der Aktion betroffen. 17 Personen kommen in Haft, 41 Personen werden in den Kreis Waren umgesiedelt. 18 Personen verlassen die Republik.

Der Feriendienst der SDAG Wismut übernimmt einen großen Teil der Hotels und Pensionen in Zinnowitz.

Zinnowitz ist         nun vorrangig Seebad der Bergarbeiter.

      

              

1954      bis 1956 Bau des Kulturhauses „Deutsch-Sowjetische-Freundschaft“.

       Es entsteht in 2-jähriger Arbeit eine beispielhafte Kulturstätte mit einem     Theatersaal, einem Tanzcafe, einer großen Bibliothek mit Leseräumen,     einer Großküche und einem Speisesaal.

 

1955      22.5. Aufnahme des öffentlichen Personenverkehrs Zinnowitz-Peenemünde.

               1. Internationales Tennisturnier in Zinnowitz.

                             

1956      In Zinnowitz wird die erste zentrale Trinkwasserversorgung und     Abwasserentsorgung übergeben, die in den Folgejahren erweitert werden.

               18.5.1956 Anordnung zur Regelung des Freibadewesens durch ein                Gesetzblatt der DDR.

              

1958      Das erste neu erbaute Ferienheim des Wismut-Feriendienstes (Ernst-            Thälmann-Heim) wird eingeweiht.

               Der Eisenbahner-Waisenhort wird als Kinderkurheim „Erich- Steinfurth“    eine Einrichtung des staatlichen Gesundheitswesens.

              

1960    Seit 1960 wird das St.-Otto-Heim zu einem Zentrum für kirchliche Kinder-und Jugendarbeit in der DDR ausgebaut.

 

1961    Im Dannweg entsteht im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) ein neues Schulgebäude. Grundsteinlegung am 30.4.1961.

 

1963      Der Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB) errichtet eine Sportschule mit   modernen Trainingsanlagen zur Vorbereitung von Spitzensportlern auf            internationale Wettkämpfe. Ergänzt wird die Anlage durch ein Hotel.

                

1964      Schulneubau im Dannweg.

               Es entsteht das Gebäude der 10-klassigen polytechnischen Oberschule.

 

1966   Einführung der 5-Tage-Arbeitswoche (45-Stunden), dadurch mehr Kurzurlauber.

 

1967      Erstmals im Winterhalbjahr Kuren in Ferieneinrichtungen der Wismut.

4. Internationales Schachturnier in Zinnowitz.

 Am 26.7.1967 Besuch des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht in Zinnowitz. Auch Willi Stoph, Erich Honecker und Erich Mielke waren dabei.

 

1968   Eine hervorragende Einsatzbereitschaft zeigte die Bevölkerung im Januar bei der Bekämpfung der Schnee- und Sturmkatastrophe.

Am 19.11. 1968 wird das Fernheizwerk der IG Wismut in Betrieb genommen.

 

1969   Bau der ersten Toilettenanlage auf dem Zeltplatz (1969/70)

Bungalow für die Anmeldung der Zelturlauber errichtet.

            Aus einem alten Gebäude wird ein moderner Kindergarten für 139 Kinder gebaut.

 

  1970    bis 1975 Umfangreiche Bautätigkeit durch den Feriendienst der IG Wismut.

               Es entstehen:

       das Verwaltungsgebäude des Feriendienstes,

       4 Wohnblöcke mit 48 Betriebswohnungen,

       ein großer Wohnblock mit Appartements für Betriebsangehörige und einem        Lehrlingsinternat,

       Zinnowitz ist Festspielort der 12. Arbeiterfestspiele, die im Bezirk Rostock               stattfinden.

 

1971   Der Sportgarten „Mach mit-bleib fit“ an der Promenade vor dem Heim

 „Klement Gottwald“wurde zum Tag des Bergmanns eröffnet.

 

1972   Das Verwaltungsgebäude der Wismut in der Makarenkostraße ist fertig gestellt (heute Gemeindeverwaltung in der Möwenstraße).

Erdbegleitgas-Spalt­anlage an der F111 fertig gestellt, die zur Stabilisierung der Stadtgasversorgung von Zinno­witz bis Ahlbeck dient. Unweit davon errichtete der VEB Minol eine moderne Großtankstelle und ein Propangaslager.

 

1973   Das Heim „Glück auf“ wird für 1,5 Mill. Mark rekonstruiert.

Bau eines Personalgebäudes für die Bauarbeiter des Ferienheimes „Roter Oktober“ mit 150 Betten.

Bau des Kinderspielplatzes „Sputnik“ für 65 000 Mark.

Die Woche der Jugend und Sportler wird am 17. 6.73 mit der Fernsehaufzeichnung „Mach mit bleib fit“ in unsere Gemeinde eröffnet.

 

1974   Fertigstellung eines Personalwohnheimes und eines 12-WE-Blockes.

Am 1.1.74 wurde das Lehrlings-Wohnheim in der Dünenstraße offiziell eröffnet.

 

1975      Der Feriendienst der IG Wismut errichtet am Erlengrund einen Wohnblock                mit 45 Betriebswohnungen.

               Grundsteinlegung für das größte Ferienobjekt der IG Wismut, das   Ferienheim „Roter Oktober“ (heute „Baltic“).

1976      Hochwasser am 2.-3. Jan. 1976

Zinnowitz begeht den 125. Jahrestag der Seebadgründung. Die Festwoche findet vom 26. Juni- 4. Juli statt.

Am 3. Juli erhält Zinnowitz den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“

              

1977   Am 1.7.1977 Einweihung des Ferienheims „Roter Oktober“ mit Harry Tisch (Vors. Des FDGB Bezirksvorstandes)

 

1978   am 28. und 29.11. mussten nach einem Sturmhochwasser einige Stellen des Deiches an der Störlanke abgedichtet werden. Das Kollektiv der FF Zinnowitz erhält für die schnelle Hilfe dabei eine Prämie.  

Am 6.10.1978 wird die neue Schulsporthalle in Betrieb genommen.

 

1979   Anfang des Jahres gab es viel Kälte und Schnee. Urlauber konnten nicht nach Hause fahren, weil sämtlicher Verkehr zum Erliegen kam. Viele Einwohner, die ihre auswärtigen Betriebe nicht erreichen konnten, beteiligten sich bei der Beseitigung der Schneemassen. Das Wismut-Ambulatorium wird zum Tag des Gesundheitswesens seiner Bestimmung übergeben.

Am 7.11.1979 Grundsteinlegung für das Meerwasserhallenbad.

 

1980      Beginn des staatlichen Wohnungsbaues am Erlengrund mit insgesamt 150   Wohnungen in 3 Wohnblöcken.

18. Arbeiterfestspiele finden vom 27.6.-29.6. im Bezirk Rostock statt, Zinnowitz ist Festspielort.

 

1981      Mit der Fertigstellung von 3 Wohnblöcken haben über 500 Einwohner der Gemeinde Zinnowitz neue ferngeheizte Wohnungen erhalten.

 

1982   Neues Sanitärgebäude wird dem Tennisverein zur Eröffnung des Tennisturniers übergeben.

7.10.1982 Eröffnung des Meerwasserhallenbades. Das Bad steht der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird für den Schwimmunterricht der Schüler des Kreises Wolgast genutzt.

 

1983    Kinderkombination im Erlengrund eingeweiht.

 

1987      Das Kulturhaus wird wegen planmäßiger Sanierungsarbeiten geschlossen    und soll zum „Tag des Bergmanns“ 1992 wieder eröffnet werden.

 

1988      Am 19. März 1988 wird der Veteranenclub in Zinnowitz eröffnet.  

 

1989              Politische Wende.

Neues Brandschutzgesetz für M-V.

Die Feuerwehr ist der Gemeindevertretung unterstellt.

 

1990      Bei den ersten freien demokratischen Wahlen im Mai wird der Zinnowitzer               Ewald John zum neuen Bürgermeister gewählt.

       Durch Gesetz der Volkskammer werden die 5 neuen Bundesländer gebildet               und Landtage gewählt.

       Mit dem friedlichen Übergang in eine neue Etappe der gesellschaftlichen    Entwicklung kommt es zu erheblichen Veränderungen.

Nach Ablauf des letzten Urlauberdurchganges wird der Feriendienst der IG Wismut aufgelöst. Die Mitarbeiter erhalten ihre Kündigung zum 31.12.1990.

       Die Sanierungsarbeiten am Kulturhaus werden eingestellt.

 

1991      Da es versäumt wird, das leer stehende Kulturhaus abzusichern, wird es      innerhalb weniger Monate ausgeplündert und verwüstet.

               Grunderneuerung der Dr.-Wachsmann-Straße 1991-1992.

               Durch die Schließung von Betrieben und Einrichtungen während der            Wendezeit werden zahlreiche Einwohner arbeitslos. So werden in       Zinnowitz und der näheren Umgebung folgende Betriebe und Einrichtungen          aufgelöst bzw. abgewickelt:

-         der Feriendienst der IG Wismut,

-         das Betonwerk Zinnowitz,

-         das Kindersanatorium „Erich Steinfurth,

-         die Garnison der Nationalen Volksarmee der DDR, wie

-         die 1. Flottille der Volksmarine Peenemünde,

-         das Jagdfliegergeschwader Karlshagen,

-         das wissenschaftlich technische Zentrum der Volksmarine in Wolgast,

-         die Fischereiproduktionsgenossenschaft in Karlshagen/ Freest,

-         LPG Pflanzen- und Tierproduktion Mölschow,

-         Der Kreisbetrieb für Landtechnik Hohensee,

-         VEB Bauelemente Wolgast

-         Der Kreisbauhof,

       Starker Personalabbau in der Peene-Werft Wolgast und im KKW Lubmin.

       Die Arbeitslosigkeit ist die wesentliche Ursache für den     Bevölkerungsrückgang in unserer Region. Vor allem junge Leute gehen in           die alten Bundesländer.

 

1992   Die Gemeinde Zinnowitz beantragt Fördermittel für die Neugestaltung der Promenade und des Musikpavillons. In mehreren Bauabschnitten werden             die Arbeiten bis 1996 abgeschlossen.

Die Landessportschule wird am 01.10.92 geschlossen, die Finanzierung ist unklar.

Von fünf Bewerbern für das Hotel „Baltic“, entscheidet sich die Gemeinde für Hans Dornbusch.

 

1993   Der Standesamtsbezirk Zinnowitz umfasst ab 1. Januar 1993 Zinnowitz, Peenemünde, Karlshagen, Trassenheide, Mölschow und die Ortsteile Bannemin und Zecherin.

Die neu gestaltete Promenade wird im Mai übergeben.

Hans Dornbusch erwirbt das Hotel „Roter Oktober“ von der Treuhand.

Am 3. Oktober wird der neue Seesteg eingeweiht und erhält nach dem             Beispiel der früheren Seebrücke den Namen „Vineta-Brücke“.

                Im Dezember beschließt der Kreistag die Gründung des

Christlichen Jugenddorfwerkes. Das Elli-Voigt-Heim und das Erika-Brockdorff- Heim werden in die neue Trägerschaft überführt.

 

1994    Bildung des Kreises Ostvorpommern mit der Kreisstadt Anklam aus den ehemaligen Kreisen Anklam, Wolgast und Greifswald am 12.6.1994.

8.11.1994 auf der Sitzung der Gemeindevertretung Zinnowitz wird beschlossen folgende Straßen umzubenennen:

Johannes-ter-Morsche-Straße in Waldstraße,

Ernst-Thälmann-Straße in Bergstraße,

Erich-Steinfurth-Straße in Hohe Straße,

Makarenko-Straße in Möwenstraße,

               Wilhelm-Pieck-Straße und Karl-Marx-Straße in Neue Strandstraße,

Promenade der Völkerfreundschaft in Strandpromenade.

Die Schwimmhalle wird für 100 000 DM instand gesetzt.

 

1995   Das neue Zinnowitzer Wappen wird durch den Innenminister des Landes bestätigt. Der Entwurf stammt von Erika Lange, gestaltet wird es von Conny Eisold. Der Gemeinde wird der Wappenbrief überreicht. Das Wappen wird unter der Nr. 0082 in die Wappenrolle des Landes eingetragen.

 

1996   Fertigstellung der Strandpromenade und Sanierung des Seebrückenvorplatzes.

Die Gemeinde übernimmt die Sportschule nutzungsgebunden vom Bundesvermögensamt zu einem symbolischen Preis.  

Am 24. Februar Zinnowitz erfüllt alle Kriterien und erhält die Anerkennungsurkunde als „Seebad“ durch den Staatssekretär im Schweriner Sozialministerium.  

               Gründung der Historischen Gesellschaft zu Zinnowitz auf Usedom e.V.       (19.4.1996)

 

1997      Erneuerung der Waldbühne (Ostseebühne).

In Zusammenarbeit mit der Landesbühne Anklam wird aus der ehemaligen     Strandkorbhalle des Feriendienstes der IG Wismut durch Umbau das           Theater „Blechbüchse“. Einweihung am 4.7.1997.

Die erste „Vineta“- Spielzeit des Theaters Anklam auf der Ostseebühne Zinnowitz beginnt am 14.6.1997.

       Errichtung des Hauses „Möwennest“ der Stiftung Eisenbahn-Waisenhort

    auf dem Glienberg.

 

1998      Ab 1. 1. 1998 ist die Sportschule Zinnowitz ein Eigenbetrieb,.

Das Gebäude des im Jahre 1882 eröffneten Warmbades ist restauriert und modernisiert. Es ist nun Sitz der Kurverwaltung und „Haus des Gastes“ und es beherbergt die Gemeindebibliothek.

              

1999   31.3. Die Schwimmhalle wird geschlossen.

              

2000   Im Januar brennt das Bootshaus des Segelsportvereins ab.

               3.5.2000 das „Palace-Hotel“ wird eröffnet, früher „Schwabes Hotel“.          

               01.06.00 „Strandhotel“ der Travel-Charme-Gruppe wird eröffnet.

               Am 26.5.2000 fährt der erste Zug über die neue Eisenbahnbrücke von          Wolgast zur Insel Usedom.

               Der erste Fernzug rollt am 3.6. über die neue Peenebrücke direkt von Köln nach Zinnowitz.

 

2001      (Februar 2000 bis Juni 2001) Neubau der Kläranlage am Zissberg.

               Ein Wertstoffhof wird an der Neuendorfer Landstraße neu eingerichtet.

Am 26 .Oktober 2001 wird das Meereswasserhallenbad wird als „Bernsteintherme“ wieder eröffnet.

               29. Juni bis 1. Juli Festwochenende zur 150-Jahrfeier der Seebadgründung.

               Das neue Gerätehaus der FFW wird eingeweiht.

 

2002    Am 1.1. Einführung der Währung  „Euro“.

15.03.02 Rathaus nach Sanierung für eine Mio. Euro übergeben.

Im Februar beschädigt eine Sturmflut die Seebrücke Zinnowitz und die Brücken in den Nachbarorten.

Vom 14.-16. Juni feierte die Freiwilligen Feuerwehr Zinnowitz ihren

100. Geburtstag.

              

2003    25.07. Zinnowitzer Tennisverein feiert 100 Jahre Tennissport.

 

2004    Am 1. Januar 2004 übernimmt das Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH die Trägerschaft über das Haus „Sorgenfrei“.

Im Mai 2004 1. Internationales Holzbildhauersymposium im Kulturhauspark.

Der Bahnhofsvorplatz wird saniert.

 

2005    Seit dem 1. Januar gehört die Gemeinde Zinnowitz dem Amt „Usedom Nord“ an.  

15.- 17. Juli Festwochenende 110 Jahre Kirche Zinnowitz.

Die Haupt- und Realschule Zinnowitz wird geschlossen.

 Am 6.8.05 wird die Ganztagsschule Zinnowitz in freier Trägerschaft mit 3 Klassen eröffnet.

 

2006   Die Ostsee-Zeitung ist im Januar mit ihrer Redaktion nach Zinnowitz gezogen.

            Der Zinnowitzer Hotelier Hans Dornbusch erhält am 14.April den Skal-Award für die tourismusförderlichste Tat des vergangenen Jahres.

12. Mai: Übergabe eines modernen Gleisbildstellwerkes im Bahnhof Zinnowitz, außerdem werden die vier Bahnübergänge mit modernen Schrankenanlagen versehen.

            Im Juli wird die Tauchglocke von der Firma Andreas Wulf am Seebrücken-kopf montiert und in Betrieb genommen.

Ab 29.11.2006 ist die neue Rechtsabbiegerspur am Möskenweg in Betrieb.

Der Radweg entlang der B 111 von Zinnowitz nach Bannemin ist am 20.12. im Beisein von Verkehrsminister Otto Ebnet übergeben worden.

 

2007   Im Januar wird das Naturfreundehaus in Zinnowitz von der Insolvenz des Familienferien- und Häuserwerkes betroffen, ist aber weiterhin geöffnet. Andreas Queisner kauft das Haus im Dezember und führt es unter dem Namen „Casa Familia“ weiter.

Beim diesjährigen Winterstrandkorbfest wird die „1.Weltmeisterschaft im Strandkorbsprint“ ausgetragen.

Ab 21. Dezember freie Fahrt ohne Grenzkontrollen nach Polen und Tschechien (Abkommen von Schengen).

 

2008      Der Kulturhauspark wird ausgelichtet, über 60 Bäume werden entfernt.

               Der Tennisplatz erhält einen neuen vierschichtigen Untergrund.

Richtfest für die neue Grundschule mit Hort am Dannweg am 17.5.2008.

Die Firma Foto-Adrion feiert im Juni ihr 60. Firmenjubiläum.

Die neue Grundschule wird am 22.Oktober feierlich übergeben.

 

2009  Die Historische Gesellschaft hat neue Räume im Bahnhof Zinnowitz bekommen und richtet hier das neue Heimatmuseum ein.

Festwochenende zur 700-Jahrfeier der urkundlichen Ersterwähnung von Zinnowitz vom 30.5.-1.6.2009. Großer historischer Festumzug am 30.5. ab 14 Uhr. Der Festzug ging von der Trassenheider Straße bis zur Ostseebühne.

Aufführung eines Theaterstückes zur 700-jährigen Geschichte des Ortes mit vielen Zinnowitzern als Darsteller.

Einweihung des neuen Museums im Bahnhof am 13.6.2009

Am 24.10.2009 Eröffnung der Promenadenhalle,

Hochwasser am 15.Oktober 2009 mit Pegelstand 1,50 m über Normal.

 

2010      Die Bauarbeiten am ehemaligen Heim „Paul Gruner“ haben begonnen.

Die neugeschaffene Promenadenhalle mit Kinderanimation, Café, Restaurant und 5 D-Kino bereichert das Angebot des Ostseebades und wurde im Frühjahr um den Panoramaaussichtsturm erweitert.

Im Laufe des Jahres wird die Feuerwehr fünfmal zum brennenden Steinfuhrt-Heim gerufen.

50 jähriges Bestehen des Vereins Eintracht wird gefeiert.

Der Campingplatz „Pommernland“ GmbH feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Im Juli Baubeginn für den Zinnowitzer Hafen am Achterwasser

Am 22.10. Richtfest für das neue Funktionsgebäude am Achterwasser.

Der Carnevals-Club Zinnowitz begeht sein 25 jähriges Jubiläum.

Hans Dornbusch, Chef des Zinnowitzer Hotels Baltic, erhält am 11. November das Bundesverdienstkreuz vom Ministerpräsidenten Erwin Sellering in Schwerin.

Richtfest für die neue Seniorenbegegnungsstätte in der Neuen Strandstraße am 16.12.2010.

 

2011      Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Eröffnung der Eisenbahnstrecke       Heringsdorf-Wolgast.

Neues Seniorenzentrum am 17.6.2011 eingeweiht, Bauherr waren die Gemeinde Zinnowitz und der Kreisverband der Volkssolidarität.

Am 29.6. wird der neue Wasserwanderrastplatz am Achterwasser eingeweiht.

Der Campingplatz „Pommernland“ erhält im Juli zum zweiten Mal das Gütesiegel „Familienfreundlicher Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern“ vom Landestourismusverband.

 

2012  Am 6. Februar wurden Temperaturen um -29 ° C auf Usedom gemessen. Es war die kälteste Nacht des Jahres in M-V.

Euro).

Die öffentlichen Toiletten am Haupteingang zum Strand und am Fischerstrand werden für rund eine viertel Millionen Euro saniert und erweitert. Sie werden am 28.4.2012 in Betrieb genommen.

Am 28.04.2012 brennt der Lidl-Markt im Salzhorstweg ab

 

 

2013  Kerstin Teske wird leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Usedom Nord. Sie übernimmt das Amt von Siegfried Krause, der in den Ruhestand geht.

Die Arbeiten am Radweg vom Ortsausgang Zinnowitz nach Zempin beginnen im Februar.  

Am 8.3.13 wird der Erweiterungsbau der Freien Schule feierlich eingeweiht.

Der Lidl-Markt im Salzhorstweg wird am 22.April wieder eröffnet.

Das Kino wird 75 Jahre alt, der kleine Saal wurde für 30.000 € renoviert, hier finden 40 Besucher Platz, im letzten Jahr wurde 3- D- Technik eingebaut.

 

2014      Am 08.01.2014 verstirbt Pfarrer i.R. Helmut Ritter in Braderup,       Nordfriesland, er war viele Jahre Pfarrer in Zinnowitz.

               Robert und Oliver Ninas sind Weltmeister im Strandkorbsprint 2014            geworden (20 m mit Strandkorb, etwa 50kg, in 5,23 sec.) Die Bestzeit liegt         bei 4,91 Sekunden

 Im Februar wurde der 300 000. Besucher der Tauchgondel begrüßt.

Die Freiwillige Feuerwehr Zinnowitz hat 32 aktive Mitglieder. In der Jugendfeuerwehr gibt es 23 Mädchen und Jungen. Bei den „Löschzwergen“ gibt es 12Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Seit 23 Jahren pflegt unsere Feuerwehr die Partnerschaft mit der Wehr in Hoisdorf (Schleswig-Holstein).

 

Wird fortgesetzt!

Dieses ist nur ein ausgewählter Teil unserer Zeittafel.

Die ausführliche Version der Zeittafel gibt es im Museum Zinnowitz zu      kaufen!

 

Zusammengestellt von der:

Historischen Gesellschaft zu Seebad Zinnowitz auf Usedom e. V.

Post über:

Ute Spohler (Vorsitzende)

Schubertstr. 9

17454 Ostseebad Zinnowitz

Tel. 038377/ 40536

oder 0162 42 55 000

u.spohler@gmx.net

Internet: www.insel-usedom.net/zwmuseum.htm

 

Bitte Anregungen, Ergänzungen und Berichtigungen an o.a. Adresse richten.

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